Marderschutz 2017 – Grundvoraussetzungen für einen effektiven Marderschutz

Es gibt viele Hinweise, die auf den Besuch eines Marders am eigenen Pkw hindeuten, wie zum Bissspuren an diversen Schläuchen oder Kabeln, Kratzspuren an Dämmwolle oder Fellreste. Die Tiere haben schon vor langer Zeit die Scheu vor den Menschen verloren. Sie ernähren sich hauptsächlich von Abfall, nisten sich auf Dachböden ein und wüten auch immer Mal wieder unter den Motorhauben von Autos. Dies wäre eigentlich noch kein Problem, wenn der Marder alleine auftauchen würde. Denn grundsätzlich will er nichts Böses, aber er mag es nicht, wenn er den Duft seiner Rivalen riecht.

Denn das macht ihn bissig, sodass er alles annagt, was nach seinen Artgenossen riecht. Wenn er dabei Schläuche oder Stromleitungen erwischt, kann dies für den Autohalter zu einer sehr teuren Angelegenheit werden. Denn Zündaussetzer können den Katalysator beschädigen und defekte Kühlmittelschläuche im schlimmsten Fall zu Motorschäden führen. Daher sollte das eigene Auto perfekt gegen einen möglichen Maderangriff geschützt werden.

Welche Schäden trägt die Versicherung?

Ob die Teilkaskoversicherung für einen Schaden aufkommt, der durch einen Mader entstanden ist, hängt von der jeweiligen Police ab. Das Problem ist, dass die verschiedenen Gesellschaften die Vertragsbedingungen frei bestimmen können. Daher kann es sein, dass bei einer Versicherung Marderschäden abgedeckt sind und bei einer anderen nicht. Häufig wird für diese Zwecke auch eine extra Police angeboten, die natürlich zusätzliche Kosten verursacht.

Bei anderen Anbietern ist solch ein Schaden durch die Teilkasko-Versicherung abgedeckt. Da diese allerdings mit einer gewissen Selbstbeteiligung abgeschlossen wird, (zumeist 150 Euro pro Schaden) kommt sie bei einem Marderschaden in der Regel nicht zum Tragen. Dann muss der Schaden alleine von dem Fahrzeughalter getragen werden.

Elektroschock hält Marder fern

Um Marder effektiv fernhalten zu können, wird zum Beispiel die sogenannte Elektroschock-Methode angewandt. Diese funktioniert so ähnlich wie das System, das bei einem Weidezaun zum Einsatz kommt. In dem Motorraum wird ein spezielles Gerät an die Autobatterie angeschlossen und mit sogenannten Kontaktplatten verbunden. Letztere werden an allen möglichen Öffnungen platziert, an denen der Marder in das Fahrzeug gelangen könnte. Berührt er eine Kontaktplatte, erhält er einen kleinen Elektroschock. Dieser ist für ihn zwar unangenehm, aber keineswegs gefährlich. Vielmehr erschreckt er sich und sucht im Idealfall das Weite.

Die Ultraschall-Methode

Auch mit Ultraschall lassen sich Marder von einem Fahrzeug fernhalten. Denn die Tiere haben ein sehr feines Gehör und können anders als wir Menschen Ultraschall-Frequenzen wahrnehmen. Hierbei werden sehr hohe Warntöne abgegeben, die die Marder davon abhalten, sich dem Auto zu nähern. Diese Geräte können nicht nur in Fahrzeugen, sondern auch auf Dachböden, Carports oder Garagen installiert werden. Beachtet werden sollte allerdings, dass der Ultraschall auch von diversen anderen Tieren (Hunde, Katzen und Vögel) wahrgenommen wird, wodurch auch diese ferngehalten werden.

Mardergitter

Ein weitere Möglichkeit Marder von dem eignen Pkw fernzuhalten, ist es Mardergitter anzubringen. Diese stellen eine sehr einfache, umweltfreundliche und auch günstige Variante dar. Häufig werden sie auch Marderteppich oder Mardermatten genannt. Die Tiere mögen keinen uneinschätzbaren Boden und genau diesen simulieren diese Produkte. Werden die Gitter unter den Motorraum gelegt, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Tiere sich in diesem nicht niederlassen und Schaden anrichten. Hierbei ist es sehr wichtig, dass der Marderteppich optimal unter dem Fahrzeug positioniert wird. Wenn es schlecht läuft, gewöhnen sich die Tiere allerdings an diesen und lassen sich dennoch in dem Motorraum nieder.

Grundvoraussetzungen für einen effektiven Marderschutz

Zunächst ist es wichtig, dass sich in dem Motorraum keine Marder-Duftmarken befinden. Denn die Tiere haben ein sehr ausgeprägtes Revierverhalten. Wird das Auto in einem Marderrevier geparkt, sodass die Duftmarken eines Marders in den Motorraum gelangen, kann schnell ein weiterer auf diese aufmerksam werden. Um sein Revier zu verteidigen, versucht er alles, um die alten Düfte zu entfernen. Nicht selten entsteht hierbei eine wahre Beißwut, die zu teuren Schäden im Motorraum führen kann. Somit sollten eventuelle Duftmarken entfernt werden, um zu verhindern, dass sich ein Marder niederlässt. Hierfür eignen sich zum Beispiel sogenannte Duftmarken-Entferner (Sprays).

Zusätzlich sollte eine Auto- und Motorwäsche durchgeführt werden. Anschließend sollte der Motorraum frei von Marderdüften sein, um eine effektive Abwehr durchführen zu können. Wenn sich bereits ein Tier im Fahrzeug befindet, helfen diese Sprays hingegen nicht. Die Motorwäsche sollte es allerdings vertreiben, sodass anschließend die oben erwähnten Maßnahmen (Elektroschock, Ultraschall, Mardergitter) angewandt werden können.

Fazit

Da ein Marder im Motorraum einen erheblichen Schaden anrichten kann, sollte das Auto ideal vor diesem geschützt werden. Da nicht in allen Versicherungspolicen Marderschäden abgedeckt sind, muss in der Regel der Autobesitzer die Kosten tragen. Nicht zu vergessen sind eventuelle Folgeschäden, die ebenfalls sehr hoch ausfallen können. Daher sollte einmal etwas mehr Geld investiert werden, um das eigene Auto effektiv vor Mardern zu schützen. Inbesondere dann, wenn in einer Region gelebt wird, in der bekanntermaßen viele dieser Tiere unterwegs sind.

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